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Reiserouten

I1 - Die Gärten des Livenza

Eine leichte, flache Route im Grünen, sanft wie die Flüsse, an denen sie sich entlang windet, ist sie ideal für eine Fahrradtour und für all diejenigen, die Ruhe und Entspannung suchen. In diesem Gebiet, in dem die Flüsse Sile, Meduna und Livenza von den Weiden verdeckt fließen, entdecken wir ein intensiveres Grün, eine Profil einer Villa, eine Parkanlage entlang des Flussufers oder ein plötzliches Auffliegen der Möwen. Hier entstehen jene von Mutter Natur privilegierten Gebiete, wie das Naturschutzgebiet des Sile, der Park der Villa Varda und der Park San Floriano. Städte, die mit dem Fluß Livenza unmittelbar verbunden sind: Polcenigo, wo er aus der Quelle, der "Gorgazzo" entspringt; ein Ort, der durch die architektonische Schönheit seiner Häuser und dem hohem künstlerischeren Wert seiner Kirchen bezaubert, Sacile, oder auch das "kleine Venedig" genannt, eine Perle mit ihren Palazzi, Brücken und Arkadengängen oder Portobuffolè mit dem wunderschönen, mittelalterlichen Stadtkern.

I2 - Schlösser

Im westlichen Teil Friauls entstanden um das Jahr Tausend ungefähr vierzig Schlösser, wovon einige auf bereits bestehenden, auch aus der vorrömischen Zeit stammenden Strukturen gebaut wurden, von denen heute jedoch nur noch einige Trümmer ersichtlich sind. Ausnahme sind folgende Schlösser, die auch heute noch zu besichtigen sind: Porcia, die kleine Stadt mit dem schönen Zentrum, wo das Schloss mit all seinen Gebäuden zu verschiedenen Epochen um den – vermutlich aus römischen Zeiten stammenden – Turm angelegt wurde. Weiter führt uns unser Weg dann nach Pordenone, wo das im Stadtkern befindliche Schloss aus dem 13. Jahrhundert heute als Gefangenenhaus fungiert und nach Torre, wo das Schloss neben den Ausgrabungen und den anderen architektonisch-geschichtlich wertvollen Gebäuden stehen. In Zoppola steht ein Schloss aus dem 15. Jahrhundert, das durch die Grünanlage leider beinahe nicht ersichtlich ist, wo aber die Pfarrkirche mit den schönen Renaissance- und Barockaltären einen Blick wert ist. Des weiteren bleiben einige Überreste vom Schloss in Castions. Im Schloss in Valvasone hingegen ließ sich Napoleon während der Schlacht am Tagliamento im Jahr 1797 nieder, wobei dieses Gebäude auch bei weiteren zwei Schlachten 1806 und 1809 im Mittelpunkt stand. Letzte Etappe ist dann in Spilimbergo, wo sich einige sehenswerte Gebäude und unter anderem der Palazzo dipinto befindet. Diese Stadt ist weltweit aufgrund der Mosaike bekannt, worauf die Region Friaul auch begründet stolz ist.

I3 - Täler, Seen und Berge

Diese Route führt ins Colvera-, Tramontina- und Cellinatal, wo die Sehenswürdigkeiten großteils ans Wasser, dem bezauberndsten der Naturelemente gebunden sind. Zwischen Seen, Quellen und Wildbächen gelangt man ausgehend von Maniago (bekannt für die hier hergestellten Messer) nach Navarons und dann über die neue Aussichtstrasse nach Poffabro und Frisanco, die sich durch die besonderen, in Haufensiedlungen angeordneten Häuser auszeichnen. Zurückgekehrt nach Navarons, geht’s abwärts ins Tramontinatal, wo wir den Redonasee vorfinden, von dem aus der Selvasee und der Zulsee, die Ortschaft Tramonti und der Restpass mit seinem unglaublichen Panorama erreichbar sind. Als Alternative kann man von Maniago aus den Cellinatal einschlagen und so in wenigen Minuten den Stausee in Barcis erreichen, an dem auch einige Wassersportarten betrieben werden können.

I4 - Die Gemäldestrasse

Diese Route ist vom künstlerischen Standpunkt aus gesehen von besonderem Interesse, denn in diesem Gebiet finden wir den Großteil der Provinz und Region vorhandenen Kulturschätze vor. Bei einigen dieser Kunstwerke ist es nicht einfach, diese zu sehen zu bekommen, denn in vielen kleineren Kirchen muss man erst jemanden finden, der überhaupt dazu gewillt ist, die Tür aufzusperren. Ihre Bemühungen finden dann aber reichlichen Lohn. Ausgehend von Azzanello, hin nach Savorgnano, wo in der Pfarrkirche Werke des A. Bellunello und in der Kappelle Santa Petronilla anonyme Fresken aus dem Jahre 1566 zu bewundern sind. Sesto al Reghena stellt höchstwahrscheinlich die größte Konzentration an architektonische bedeutenden Strukturen dar: die von den Langobarden für die Benediktiner im 13. Jahrhundert gegründete Abtei Santa Maria in Silvis mit der Kanzlei, die heute als Kindergarten dient, dem Kirchturm (1050), der Priesterresidenz (das heutige Rathaus) und der Basilica (10. -12. Jahrhundert). Die nächsten Etappen sind dann Cordovado mit dem suggestiven Palazzo und dem schönen Dom mit den Fresken aus dem 15. Jahrhundert, San Vito al Tagliamento, wo das Kunstarchiv der Region Friaul, das landwirtschaftliche Museum und das archäologische Museum von besonderem Interesse sind. Abschließend führt uns dieser Ausflug nach Casarsa, wo die Pfarrkirche des Vororts San Giovanni eine Altartafel des P. Amalteo (1577) und eine des G. Moretto (1592) beherbergt.